Elektrische Zigarette ist schwer gefragt

Glimmstengel glüht mit LEDs


Guido Eichler präsentiert die „Glimmstengel“ und das Aromafläschchen.Foto:
Guido Eichler präsentiert die „Glimmstengel“ und das Aromafläschchen.Foto:
(west)


Lüdinghausen - Ausdiskutiert ist das Thema noch längst nicht. Sicher ist aber schon jetzt: Die E-Zigarette hat schon viele Freunde. Diese Erfahrung haben zumindest die Lüdinghauser Tabakwarenhändler gemacht. Guido Eichler berichtete gegenüber unserer Zeitung von einer großen Nachfrage. Kollege Leo Wecker ist sogar „blank“: Die Nachfrage ist derzeit nicht zu befriedigen.

Die elektrische Zigarette ist die rauchfreie Alternative zur herkömmlichen Tabak-Zigarette. Vom Aussehen her ist sie der klassischen Zigarette nachempfunden. Sogar die Glut wird mit einer LED-Lampe imitiert. Der „Rauch”, der bei einer elektrischen Zigarette austritt, ist in Wirklichkeit Wasserdampf, der entsteht beim Zerstäuben der nikotinhaltigen Tabakalkaloidflüssigkeit. Die Diskussion über den „Glimmstengel“ ist gerade erst so richtig in Gang gekommen, da noch nicht so recht klar ist, welche Folgen das elek­tronische Rauchen hat.


Nichtsdestotrotz wird das Etui mit Fluppe und Zubehör zum Preis zwischen 39 und 50 Euro gekauft. „Viele, die aufhören oder weniger rauchen wollen, greifen hier zu“, so Guido Eichler. Er hat auch festgestellt, dass es „Parallelraucher“ gibt: Sie rauchen daheim oder im Auto, wo der normale Glimmstengel Tabu wäre. „Es sind überwiegend starke Raucher, die versuchen, aufzuhören oder weniger zu rauchen“, hat Leo Wecker festgestellt. Ansonsten greifen mittlerweile ältere und jüngere Kunden gerne zur E-Zigarette. Es sind häufiger Frauen, die elektronisch blauen Dunst machen, hat beispielsweise Eichler festgestellt. Und: „Viele rauchen aus Gewohnheit und brauchen etwas zum Spielen zwischen den Fingern.“ Und da reicht auch der Elektro­glimmstengel.

Die Tatsache, dass der „Tank“ der Zigarette mit Nikotin befüllt wird, hat natürlich auch schon von Kritikern angeführt. Die Unsicherheit ist so groß, dass die Stadt Hannover ihren Bediensteten mittlerweile verboten hat, die E-Zigarette zu genießen.

VON WERNER STORKSBERGER, LÜDINGHAUSEN


30 · 12 · 11



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