Münster/Ibbenbüren - Sie hatten gehofft, mit einer deutlich milderen Strafe davonzukommen. Aber der Revisionsprozess nach ihrer tödlichen Menschenjagd in Lotte ersparte den fünf Männern einer kurdisch-jesidischen Familie aus Ibbenbüren nur ein Jahr Haft. Am Dienstag verurteilte das Landgericht in einem Berufungsverfahren die Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Totschlags zu sechs bis elf Jahren Gefängnis.
Nach einem ersten Urteil hatten die Angeklagten Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof hatte der stattgegeben, weil das Gespräch der Familien mit zwei Geistlichen nicht in die damalige Verhandlung mit eingeführt worden war. Doch die Richter in Münster waren davon überzeugt, dass dieses keine entscheidende Bedeutung und nicht zu neuen Erkenntnissen geführt hat.