Telgte / Münster - Nein, im Speziellen äußern sich er und sein Dienstherr nicht zu dem Unfall zwischen Liefer- und Polizeiwagen, bei dem am Mittwoch in Telgte vier Menschen schwer verletzt wurden. Allgemein aber sagt Manfred Kattenbeck, Berufsfeuerwehrmann und Fahrlehrer in Münster, „dass man sich mies fühlt, wenn man von so etwas liest.“ Weil es in seinem Berufsalltag, der dem 47-Jährigen pro Woche schon mal bis zu zehn Einsatzfahrten beschert, „in wenigen Minuten soweit sein kann, dass es einen selber trifft“.
Besonders kritisch sei das Hineinfahren in Kreuzungen, wenn die Ampeln auf Rot stehen. Eben jene Situation, die den Polizisten am Mittwoch zum Verhängnis wurde. „Vorschrift ist da: Mehr als sieben Stundenkilometer sind nicht drin“, so Kattenbeck. Also nur wenig mehr als Schrittgeschwindigkeit. Weil natürlich keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden dürfen - und eben die nicht immer mitbekommen, dass sich ein Rettungs-, Notarzt- oder Polizeiwagen nähert. Trotz Blaulicht und Martinshorn.