Münster - Insgesamt fünf Verwandte stehen im Verdacht, eine 19-jährige Münsteranerin mit türkischen Wurzeln entführt und misshandelt zu haben. Dies bestätigte jetzt die Staatsanwaltschaft. Die Verdächtigen seien nach wie vor auf freiem Fuß, ihr Aufenthaltsort sei den Behörden aber bekannt. Zu den Vorwürfen hätten sie bislang „keine Angaben“ gemacht.
Am Freitag war die 19-Jährige erstmalig von der Polizei verhört worden. „Ihre Angaben zu der Entführung machen einen glaubwürdigen Eindruck“, so Wolfgang Schweer, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bis auf eine Ausnahme: Schilderungen, wonach sie nach Syrien verschleppt werden sollte, um dort ermordet zu werden, entbehren laut Schweer „jeder Grundlage“.